Positionen

Was will die Liste „BLICKWINKEL / IG Metall“? Was wollen wir bei Kärcher für Sie erreichen? Und warum ist uns wichtig, dass Sie zur Betriebsratswahl gehen? Unsere Positionen geben Ihnen einen Überblick.

© Alexander Wunsch

Was ist für uns gute Betriebsratsarbeit?

Gute Betriebsratsarbeit orientiert sich an den Interessen und Wünschen der Belegschaft, verspricht zugleich aber nicht Unerfüllbares.

Wir setzen auf den Dialog mit der Belegschaft und unseren Wählerinnen und Wählern. Dazu schaffen wir Beteiligungsangebote, wie regelmäßige Versammlungen, Sprechstunden und Befragungen. Wir informieren regelmäßig, bevor etwas Wesentliches entschieden wird.

Wenn von Betroffenen jedoch Vertraulichkeit gewünscht wird, werden wir dies respektieren und diese gewährleisten.

Wer etwas erreichen will, muss systematisch vorgehen. Wir werden uns unsere Themen nicht vom Arbeitgeber vorgeben lassen, sondern haben eigene Vorstellungen davon, was sich bei Kärcher verändern muss.

Für uns ist ein Konflikt mit dem Arbeitgeber kein Selbstzweck. Aber wenn er nötig ist, um Ihre Interessen durchzusetzen, werden wir ihn nicht scheuen. Deshalb sind wir sind nicht nur engagierte Betriebsräte, sondern zugleich IG Metaller/innen.


Warum gehören IG Metall und gute Betriebsratsarbeit zusammen?

Die „Gewerkschaft“ ist nichts „von außen“. Die IG Metall, das sind vor allem die Mitglieder bei Kärcher.

Wir sind davon überzeugt, dass uns die Erfahrung und das Knowhow der IG Metall helfen, erfolgreiche Betriebsratsarbeit zu leisten.

Betriebsrat und Gewerkschaft sind für uns zwei Seiten einer Medaille. Die IG Metall kämpft für bessere Gesetze und gute Tarifabschlüsse. Wir sorgen dafür, dass Kärcher sich auch daran hält.

© Alexander Wunsch

Was ist für uns eine echte Beteiligung der Belegschaft?

Echte Beteiligung ist, Diskussionen zu führen und Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Wir werden die Belegschaft beteiligen, bevor etwas entschieden wird.

Aber wir fragen nicht nur pro forma. Uns interessiert Ihre Meinung wirklich. Luftschlösser werden wir jedoch keine bauen. Sondern nur Dinge versprechen, von denen wir denken, sie auch durchsetzen zu können.


Kärcher: Vom Familienunternehmen zum Global Player? Wie muss sich die Betriebsratsarbeit deshalb verändern?

Die Betriebsratsarbeit bei Kärcher muss sich professionalisieren. Dazu gehört eine betriebliche Strategie, was wir wie erreichen wollen. Sowie Transparenz und – wo es sinnvoll ist – die Beteiligung der Belegschaft. 

Es gibt fast keinen deutschen Weltkonzern, bei dem der Betriebsrat nicht eng mit der zuständigen Gewerkschaft zusammenarbeitet. Und: „Global Player“ wie Kärcher sollten einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft haben.


Welche weiteren Veränderungen erwarten wir bei Kärcher? Und wie wollen wir sie mitgestalten?

F³ und GOF werden zu weiteren Umstrukturierungen in den Angestelltenbereichen und in der Produktion führen. 

Veränderungen müssen zwar nicht unbedingt negativ sein, aber sie können zu Fremdvergaben, Outsourcing oder Personalabbau führen. Wir werden deshalb nicht einfach nur – wie bisher – zur Kenntnis nehmen, was der Arbeitgeber entschieden hat. Sondern wir werden insbesondere die Auswirkungen dieser und zukünftiger Projekte auf die Mitarbeiter versuchen mitzugestalten.


Was halten wir vom Projekt „Der attraktive Arbeitgeber“ bei Kärcher?

In vielen Punkten orientiert sich Kärcher an den Tarifverträgen der IG Metall mit dem Arbeitgeberverband. Jedoch wollen wir nicht nur eine allgemeine „Orientierung“ an einigen Inhalten der IG Metall-Tarifverträge oder gar eine „Rosinenpickerei“ durch das Kärcher-Management. Wir wollen eine richtige Tarifbindung und damit rechtlich verbindliche Ansprüche für Sie.

Das heißt – unter anderem – statt bei Kärcher ein eigenes Entgeltsystem zu „basteln“, wäre es besser gewesen, das Entgeltrahmenabkommen (ERA) für die baden-württembergische Metall-Industrie zu übernehmen. 

Bei Kärcher zu versuchen, das sprichwörtliche Rad neu zu erfinden, um vermeintliche Eigenständigkeit zu demonstrieren, verursacht enorme Kosten und Folgekosten. Es wäre unserer Meinung nach besser, sich dieses Geld zu sparen und zum Beispiel in Lohnerhöhungen zu „investieren“.